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Archive Bieler Tagblatt / Journal du Jura

Für Informationen seit 1999 suchen Sie auch in den Archiven des BT und des JJ.

Gelebte Solidarität: eine Auswahl von Projekten des Vereins Städtepartnerschaft Biel-San Marcos

 

1. Infrastruktur und Stadtentwicklung

a) Das Freizeitzentrum "Don Marcus"  (1989)

Das erste grosse Projekt des Vereins geht auf das Jahr 1989 zurück. Marlene Cruz, damals Bürgermeisterin von San Marcos, regte die Schaffung eines Treffpunkts für Jugendliche und Erwachsene an, der auch zu einem Ort für Feiern und Feste werden sollte. Während eines Jahres begleiteten Charlotte Krebs und Roland Sidler den Bau des Zentrums, das nach der Eröffnung noch einige bauliche Veränderungen erfuhr. Das "Centro recreativo Don Marcus" ist heute noch der grösste und wichtigste Treffpunkt in San Marcos.

b) Wasserleitungen (1990-92)

In der ländlichen Siedlung "El Tanque" wurde Material für die Versorgung mit Trinkwasser finanziert. Das Ausheben der Gräben zum Verlegen der Leitung wurde von den Bewohner(inne)n der Siedlung besorgt.

c) "Ein Dach über dem Kopf" (1995)

Sechs Betonpfeiler und ein Dach über einer Fläche von etwa 20 Quadratmetern wurden sehr bedürftigen Familien zur Verfügung gestellt. De Fertigstellung des Hauses sollte von den begünstigten Familien vorgenommen werden - nach ihrem Rhythmus und gemäss ihren materiellen Möglichkeiten.

d) Strassenpflästerung im Quartier "Biel/Bienne"

Die Pflästerung der Strassen ist für die Menschen in San Marcos ein sehr wichtiges Anliegen - diese Massnahme trägt wesentlich zur Verbesserung der Lebensqualität und der Hygiene bei. Im Jubiläumsjahr unterstützt der Städtepartnerschaftsverein ein Projekt in einem Quartier, das den Namen unserer Stadt trägt.

2. Bildung und Kultur

a) Bibliothek "Arlen Siu" (ab 2003)

Die Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek von San Marcos ist zu einem Schwerpunktprojekt des Städtepartnerschaftsvereins geworden. Roger Montenegro, der Direktor, hat die Bibliothek mit Kompetenz, Initiative und viel Herzblut zu einem Bildungszentrum für die Schuljugend und für junge Erwachsene gemacht. Sein Engagement ist ein ein Glücksfall für San Marcos, aber auch für den Städtepartnerschaftsverein.
Seit 2009 wird die Bibliothek erweitert. Ein grosser Lesesaal für ältere Schülerinnen und Schüler, der auch als Vortrags- und Fortbildungsraum dient, soll die Bibliothek als Ganzes aufwerten. Sie entwickelt sich nach und nach zu einem Kulturzentrum, zu einer "Casa de Cultura".

b) Theaterprojekt (2007)

Unter der Leitung des Bieler Theaterpädagogen Paul Gerber erarbeitete eine Gruppe Jugendlicher ein Theaterstück, das auf mythologischen Figuren basierte. Geschrieben wurde das Stück von einem 17-Jährigen aus San Marcos. Die Produktion wurde im Rahmen der Veranstaltungen zum 20-Jahr-Jubiläum mit grossem Erfolg mehrmals aufgeführt.

c) Die Fussballschule für Kinder und Jugendliche (ab 2008)

Der Städtepartnerschaftsverein unterstützt die Fussballschule mit Beihilfen bei der Versorgung mit Trainings- und Einrichtungsmaterial. Der Leiter der Trainings erhält aus Biel eine bescheidene Unterstützung von 200 Dollars pro Jahr. Er trainiert die Kinder und Jugendlichen drei-bis viermal pro Woche. 


3. Zivilgesellschaft und Politik (ab 2005)

a) Radio "La Primerisima"

Das Radio "La Primerisima" ist Nicaraguas einziger landesweit tätige Sender, der den "kleinen Leuten" eine Stimme gibt. Mit vielen anderen Nichtregierungsorganisationen hat der Städtepartnerschaftsverein "La Primerisima" beim Umrüsten auf FM unterstützt.

b) Radio "Solidaridad estereo"

Die Enstehung des Lokalradios "Solidaridad estereo" geht auf die Anregung einer Initiativgruppe aus San Marcos zurück. Dank der Unterstützung der Partnerstädte Jena (D) und Helmond (NL) sowie des Bieler Städtepartnerschaftsvereins konnte dieses Projekt ab 2007 verwirklicht werden. "Solidaridad estereo" möchte die Bevölkerung gewinnen, sich zu kommunalen Themen verstärkt einzubringen - so soll die Zivilgesellschaft gestärkt werden. Seit kurzem ist das Lokalradio wirtschaftlich fast gänzlich selbsttragend.

c) Kampf gegen die Kinderarbeit (2010)

Seit dem Jahr 2002 ist die Kinderarbeit in Nicaragua verboten. Doch in manchen ländlichen Gebieten des Landes ist die Erwerbsarbeit von Kindern noch immer weit verbreitet - in armen Familien zählt jedes Nebeneinkommen. Vor allem die Landarbeiterinnengewerkschaft ATC kämpft dafür, dass möglichst alle Kinder die Schule besuchen können. In einem entlegenen Winkel der Gemeinde San Marcos hat der Städtepartnerschaftsverein dazu beigetragen, eine kleine Schule einzurichten. Der ATC ist es gelungen, die Eltern in dieses Weilers für den Schulbesuch ihrer Kinder zu gewinnen.



4. Ökologie und neue Technologien (ab 1998)

a) Baumschule

Auf Initiative der Bieler Jugendorganisation Inter-Est reiste im Jahr 1998 eine Gruppe von 12 jungen Leuten nach San Marcos, wo sie in Zusammenarbeit mit Sekundarschüler(inne)n des Instituts "Juan XXII" in einem Gebiet mit trockenem Klima eine Baumschule mit tausenden von Bäumchen bereitstellte. Wenige Monate später wurde der grösste Teil dieser Arbeit durch den Wirbelsturm "Mitch" zerstört. Im Sommer 1999 kehrte ein Teil der Gruppe zurück, um noch einmal anzufangen.

b) Solarenergie für Familien

Dank kleinen Photovoltaikanlagen erhalten Bauernfamilien genug Strom für zwei bis drei Lampen, ein Radio und ein kleines Fernsehgerät. Sie bezahlen einen bescheidenen monatlichen Betrag, der in einen Fonds für neue Anlagen fliesst. Dieses im Jahr 2010 begonnene Projekt wird gemeinsam mit der Städtepartnerschaft San Marcos- Jena getragen.


c) Wiederverwertung von Abfall

Ab 2011 begann ein anspruchsvolles und längerfristiges Projekt, das von lokalen Trägerschaften und der Städtepartnerschaft San Marcos- Jena mitgetragen wird. Die Pilotphase des Projekts hat zwei Schwerpunkte. Es geht um die Umwandlung von organischem Müll in Biogas und um eine Kampagne zur Sensibilisierung der Bevölkerung.  


5. Produktion und Existenzsicherung (ab 1998)

a) Landwirtschaftsprojekt

Das "proyecto agropecuario" setzte sich das Ziel, die Lebensgrundlagen von etwa 120  Bauernfamilien in der Trockenzone von San Marcos zu verbessern. Es wurde von einer lokalen Trägerschaft angeregt und einem einheimischen Agronomen begleitet. Finanziert und begleitet wurde das Projekt zusammen mit den Städtepartnerschaften Jena-San Marcos sowie Helmond-San Marcos.

b) Gemeinschaftszentrum für die Frauen von San Pedro de las Molinas

In einer Siedlung der Trockenzone kauften die Frauen mit dem Verkaufserlös selbstgemachter Puppen ein Terrain, um darauf ein Gemeinschaftshaus mit Nähatelier und Backofen zu erstellen. Ab dem Jahr 2005 half der Städtepartnerschaftsverein beim Bau und bei der Ausrüstung des Zentrums.

c) Mikrokredite für die Bäckerei in San Pedro de las Molinas

Mikrokredite verlaufen meistens erfolgreich - das zeigt sich vor allem bei gut begleiteten Frauenprojekten. Die seit 2011 funktionierende Bäckerei in San Pedro bestätigt diese Erfahrungen. Diese Mikrokredit-Projekt wird gemeinsam mit der Städtepartnerschaft Jena-San Marcos durchgeführt.








AutorIn: Hans Müller
 
 
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